Wenn ein Gespräch alles verändert – über den Wert fairer Trennungsgespräche
Ein Kündigungsgespräch dauert oft nur wenige Minuten.
Und doch können diese Minuten eine Karriere, das Selbstwertgefühl – manchmal sogar das Vertrauen in ganze Organisationen – dauerhaft prägen.
Besonders dann, wenn der Ton rau ist.
Wenn das Gespräch aus Vorwürfen, Rechtfertigungen oder Unklarheiten besteht.
Wenn die betroffene Person mit einem Gefühl der Kränkung hinausgeht, innerlich jede Formulierung wieder und wieder durchgeht – und sich fragt, warum nicht früher gesprochen wurde.
Was oft bleibt, ist Unverständnis.
Und ein Wunsch nach Wiedergutmachung – oder nach Gegenschlag.
Wenn ein Gespräch eskaliert – beginnt oft ein langer Konflikt
Gerade in emotional aufgeladenen Situationen entscheidet die Gesprächsqualität über den weiteren Verlauf:
Wird die Trennung als fair und nachvollziehbar erlebt – oder als Vertrauensbruch?
Die Praxis zeigt:
Viele langwierige juristische Auseinandersetzungen haben ihren Ursprung nicht im Arbeitsrecht, sondern in einem emotional schlecht geführten Gespräch.
Ein Gespräch, das die falschen Botschaften gesendet oder die richtigen gar nicht erst ermöglicht hat.
Das Tragische daran: Die Wunde bleibt nicht nur bei der betroffenen Person – sie wirkt auch ins Team, ins Management und ins kulturelle Selbstverständnis eines Unternehmens hinein.
Faire Trennung bedeutet nicht: weich reden. Sondern: klar führen.
Eine gute Trennung heißt nicht, alles schönzureden oder zu vermeiden.
Sondern:
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Verantwortung übernehmen,
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Respekt zeigen,
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und die Würde des Gegenübers wahren – auch in schwierigen Momenten.
Das heißt auch:
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gut vorbereitet sein,
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präsent im Gespräch bleiben,
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und eine Sprache finden, die Haltung vermittelt – nicht Abwehr.
Denn wer in der Lage ist, sich auch im Trennungsprozess integer zu zeigen, sendet eine klare Botschaft:
Wir meinen es ernst mit Respekt, mit Führung und mit Kultur.
Trennungsgespräche sind kulturelle Momente – keine reinen HR-Prozesse.
Gerade in einer Zeit, in der Arbeitsbeziehungen nicht mehr auf Jahrzehnte ausgelegt sind, wird die Qualität der Trennung zum Ausdruck der Haltung eines Unternehmens.
Sie ist nicht „nur HR“, sondern ein kulturelles Statement.
Ein sauber geführtes Gespräch:
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schützt das Image der Organisation,
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verhindert langfristige Konflikte,
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und ermöglicht, dass Menschen mit Würde gehen – nicht mit Wut.
Bei PraeMontis begleiten wir Sie in dieser Verantwortung
Wir unterstützen Unternehmen, Führungskräfte und HR-Teams dabei, Trennungsgespräche so vorzubereiten und zu führen, dass sie Klarheit schaffen – statt Verletzungen zu hinterlassen.
Ob als Sparringspartner:in, in der Vorbereitung sensibler Gespräche oder durch begleitendes Outplacement:
Wir schaffen Struktur, Haltung und Handlungssicherheit – auch wenn es schwer wird.



